Allgemeine Informationen zum Sachverständigenwesen

Der Sachverständige

Die Bezeichnung „Sachverständiger“ ist nicht geschützt. Jeder, der meint über Sachkunde zu verfügen, kann sich daher grundsätzlich „Sachverständiger“ nennen. Allgemein wird aber erwartet, dass ein Sachverständiger objektiv eine über das Durchschnittliche hinausgehende „besondere Sachkunde“ besitzt.

Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige

  • sind in einer besonderen Bestimmung gesetzlich geregelt (vgl. § 36 Gewerbeordnung und § 91 Abs. 1 Nr. 8 Handwerksordnung),
  • werden nur dann öffentlich bestellt und vereidigt, wenn sie eine besondere Sachkunde nachweisen und keine Bedenken gegen ihre persönliche Integrität bestehen (hierzu müssen die Sachverständigen die formalen Bestellungsvoraussetzungen erfüllen und eine umfangreiche Sachkundeprüfung bestehen),
  • sind zur unparteiischen, weisungsfreien, unabhängigen, gewissenhaften und persönlichen Gutachtenerstattung verpflichtet,
  • sind befugt, bundesweit tätig zu werden, sind also regional nicht auf den Bezirk der für Sie zuständigen Bestellungsbehörde beschränkt,
  • sind zur Verschwiegenheit verpflichtet,
  • haben einen gesetzlich geregelten Bezeichnungsschutz,
  • werden z.B. durch die IHK, die Architekten- oder die Ingenieurkammer bestellt
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