Gewerbeimmobilien

Der Begriff „Gewerbeimmobilien“ umfasst einen sehr breiten, heterogenen Bereich der Immobilienwirtschaft.

Folgende Arten von gewerblichen Immobilien können unterschieden werden

a) nach Kategorie:

  • Büroimmobilien
  • Handelsimmobilien
  • Industrieimmobilien
  • Hotelimmobilien
  • Freizeitimmobilien
  • Seniorenimmobilien
  • Immobilien zur Nutzung durch den ruhenden Verkehr

b) nach Nutzungsform durch:

  • das produzierende Gewerbe (z.B. Fabrikationsgebäude, Lagerhallen, Werkstätten u.ä.)
  • Dienstleistungsunternehmen (z.B. Büroimmobilien, Seniorenheime, Freizeitimmobilien u.ä.)
  • Handelsunternehmen (z.B. Ladengeschäfte, Warenhäuser, Shopping – Center u.ä.)
  • Non-Profit Organisationen (z.B. kirchliche Einrichtungen)

Allen gewerblich genutzten Immobilien ist in Abgrenzung zum reinen Wohngebäude eigen:

  • höhere Ertragserwartung der Investoren
  • höheres Nutzungsrisiko
  • höheres Vermarktungsrisiko
  • eingeschränkte Drittverwendungsfähigkeit
  • kürzere Amortisationserwartung
  • stärkere Ausrichtung auf aktives Immobilien – Management
  • individualisierte mietvertragliche Gestaltung mit Erfolgskomponenten

Eine Bewertung erfolgt bei Gewerbeimmobilien häufiger als bei Wohnimmobilien. Dies liegt in dem zunehmend wachsenden Risikobewusstsein der Investoren, aber auch der Kreditgeber begründet. In der Regel wird bei der Bewertung von Gewerbegrundstücken das Ertragswertverfahren sachgerecht angewandt. Dies wird von Seiten der Rechtsprechung z.B. für Hotelgrundstücke, Geschäftsgrundstücke und Fabrikgrundstücke auch ausdrücklich bestätigt.

RICHTER + SCHMITZ, Aachen

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