Die zunehmend technisierte Welt erfordert immer mehr die Hinzuziehung von Sachverständigen, die vom Gericht mit der Erstattung eines Gerichtsgutachten beauftragt werden.

Der vom Gericht bestellte Sachverständige ist dabei „Gehilfe des Richters“, sein Gutachten ist ein „Beweismittel“.

Der Sachverständige ist deshalb in besonderem Maße dazu gehalten, die vom Beweisbeschluss betroffenen Zustände und Feststellungen sorgfältig zu erfassen. Diese sind nachvollziehbar unter Nutzung seines ganzen besonderen Fachwissens und für den Laien verständlich zu erläutern und darzustellen. Denn nicht selten hängt von der Aussage des Sachverständigen der Ausgang des Verfahrens ab.

Qualifizierte und geeignete Sachverständige werden den Gerichten durch die von den Bestellungsbehörden  öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen zur Verfügung gestellt.  Im Rahmen der öffentlichen Bestellung wird von den Prüfungsgremien der Bestellungsbehörden neben der „überdurchschnittlichen, besonderen Fachkunde“ auch die „persönliche Eignung“ des angehenden Sachverständigen überprüft.  Neben einer schriftlichen Prüfung wird im Vorfeld und zusätzlich in einer mündlichen Prüfung, das sichere, ruhige und sachliche Auftreten geprüft, was insbesondere bei mündlichen Stellungnahmen von Bedeutung ist. Weiter muß er die Fähigkeit nachweisen, Sachverhalte schnell zu erfassen und diese präzise darstellen können. Die Bereitschaft zur persönlichen Weiterentwicklung durch Fortbildung wird von der Bestellungsbehörde fortwährend überprüft.

 

 

 

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