Energiedienstleistungsgesetz und Energieaudits

Energieaudits werden ab Dezember 2015 Pflicht

Mit dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die Effizienz der Energienutzung kostenwirksam zu steigern.

Die öffentliche Hand und Unternehmen, die keine Kleinstunternehmen oder kleine und mittlere Unternehmen im Sinne der Definition sind, werden im Energiedienstleistungsgesetz EDL-G verpflichtet, bis zum 5. Dezember 2015 ein erstes Energieaudit durchzuführen. Die Energieaudits sind im Abstand von maximal 4 Jahren zu wiederholen.

Die Durchführung der Energieaudits wird mittels Stichprobenkontrollen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle überwacht. Ordnungswidrigkeiten können nach dem Energiedienstleistungsgesetz EDL-G mit Geldbußen bis zu 50.000 € geahndet werden.

Energieaudits sind ein systematisches Verfahren zur Erlangung ausreichender Informationen über das bestehende Energieverbrauchsprofil eines Gebäudes oder einer Gebäudegruppe, eines Betriebsablaufs in der Industrie oder einer Industrieanlage oder privater oder öffentlicher Dienstleistungen zur Ermittlung und Quantifizierung der Möglichkeiten für wirtschaftliche Energieeinsparungen und Erfassung der Ergebnisse in einem Bericht.

Die durchgeführten Energieaudits müssen den Anforderungen der DIN EN 16247-1, Ausgabe Oktober 2012, entsprechen.

Ein typisches Energieaudit durchläuft die nachfolgenden mehrstufigen Prozesse:

  1. Einleitender Kontakt
  2. Auftakt-Besprechung
  3. Datenerfassung
  4. Außeneinsatz
  5. Analyse
  6. Bericht
  7. Abschlussbesprechung

Weitere Informationen z.B. das „Merkblatt für Energieaudits“ können auf der Internetseite der Bundesstelle für Energieeffizienz abgerufen werden.

 

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